Bazar Suisse · Montreux

Unsere Geschichte

Die Wurzeln des Bazar Suisse reichen bis ins Jahr 1905 zurück. Seit mehr als einem Jahrhundert ist dieses Familiengeschäft Teil der Geschichte von Montreux, seiner Bevölkerung und seiner Gäste.

1905

Eröffnung des Bazar Anglais

Der Bazar Anglais öffnet am 16. Mai 1905 an der Grand-Rue in Montreux seine Türen.

Spielzeug, Schmuck, Lederwaren, Papeterie, Dekorationsobjekte und Haushaltsartikel prägen damals sein Sortiment. Das Geschäft wird rasch zu einer beliebten Adresse für Einheimische und die zahlreichen Gäste der Region.

1936

Bazar Suisse zieht in die Nähe des Bahnhofs

Bazar Suisse zieht an die Grand-Rue 70, in die Passage zum Bahnhof Montreux.

Das Geschäft bietet Spielzeug, Holzschnitzereien, Spieluhren, Kuckucksuhren und zahlreiche Erzeugnisse des Schweizer Kunsthandwerks an. Es verfügt zudem über eine eigene Werkstatt für Schnitzerei, Drechselarbeiten und Reparaturen.

An diesem Standort unter der Bahnhofstreppe entsteht eines der vertrautesten Bilder des früheren Bazar Suisse.

1960

Kurt Müller übernimmt Bazar Suisse

Anfang der 1960er-Jahre übernimmt Kurt Müller das Geschäft und eröffnet ein neues Kapitel seiner Geschichte.

Unter seiner Leitung entwickelt sich Bazar Suisse weiter und bewahrt zugleich seine Identität als einladendes Familiengeschäft, das tief im Leben von Montreux verwurzelt ist.

1975

Norbert Müller tritt an die Seite seines Vaters

Norbert Müller tritt 1975 in das Familienunternehmen ein, nachdem er beim Verkehrsverein Montreux gearbeitet hatte, unter anderem an der Seite von Claude Nobs, dem Gründer des Montreux Jazz Festival.

Auch in seinem Privatleben nimmt Bazar Suisse einen besonderen Platz ein. Im Geschäft lernt er Chetna kennen, die damals bei seinem Vater Kurt Müller angestellt ist. Sie wird seine Frau und die Mutter ihrer beiden Kinder Lucien und Sita – und verankert Bazar Suisse damit noch stärker im Mittelpunkt ihrer Familiengeschichte.

1988

Bazar Suisse zieht an die Grand-Rue 24

Ende der 1980er-Jahre verlässt Bazar Suisse seinen Standort beim Bahnhof und zieht an die Grand-Rue 24 in die historischen Räumlichkeiten des Bazar Anglais.

Die Geschichten der beiden Geschäfte vereinen sich damit unter einem Namen. Norbert Müller übernimmt die Leitung und führt die Arbeit seines Vaters weiter.

1995

Der Montreux Weihnachtsmarkt entsteht

Auf Initiative von Tania Gauger beteiligt sich Norbert Müller gemeinsam mit mehreren Geschäftsleuten, darunter Monique Berney und Pascal Bettex, an der Gründung des Montreux Weihnachtsmarkts.

Inspiriert von einer Studienreise nach Deutschland, insbesondere nach Mannheim, entwickeln sie die Idee für eine Veranstaltung, die das Stadtzentrum im Winter beleben kann. Die erste Ausgabe wird am 15. Dezember 1995 mit 80 Chalets eröffnet.

Das Projekt wird zu einer der bedeutendsten Veranstaltungen von Montreux und trägt nachhaltig zur internationalen Ausstrahlung der Stadt bei.

1996

Freddie Mercury wird Teil der Geschichte des Geschäfts

Die Enthüllung der Freddie-Mercury-Statue an der Seepromenade von Montreux prägt das Stadtbild nachhaltig.

Als Musikliebhaber und Queen-Fan erkennt Norbert sofort die Bedeutung dieses neuen Erinnerungsorts. Bazar Suisse beginnt, Artikel rund um Freddie Mercury und Queen anzubieten.

Dank der Beziehungen zu Queen Management und dem Mercury Phoenix Trust baut das Geschäft nach und nach eine Kollektion offizieller Produkte auf, darunter mehrere exklusive Kreationen, die nur in Montreux erhältlich sind.

2001

Die ersten Freddie-Mercury-Führungen

Norbert wirkt an der Entwicklung der ersten Führungen mit, die der Geschichte von Freddie Mercury in Montreux gewidmet sind.

Auf diesen Touren entdecken Fans die Orte, die der Sänger kannte, und erfahren mehr über die tiefe Verbundenheit zwischen Freddie und der Stadt.

2003

Das erste internationale Treffen

Im September 2003 findet in Montreux das erste offizielle Treffen zu Ehren von Freddie Mercury statt.

Die Veranstaltung wächst von Jahr zu Jahr und bringt Fans aus aller Welt zusammen. Aus ihr werden zunächst die Freddie Celebration Days und später die Freddie Days. Der Bazar Suisse wird ganz selbstverständlich zu einem der wichtigsten Treffpunkte dieser internationalen Gemeinschaft.

2024

Norbert Müller verstirbt

Norbert Müller verstirbt am 10. September 2024, nachdem er dem Bazar Suisse und dem Leben in Montreux fast fünfzig Jahre gewidmet hat.

Als leidenschaftlicher Kaufmann und Mitbegründer des Weihnachtsmarkts, dessen Vizepräsident er bis 2023 war, langjähriger Präsident der SICOM (Société industrielle et commerciale de Montreux) sowie grosser Liebhaber der Geschichte Freddie Mercurys hinterlässt er tiefe Spuren in der Stadt und bei den vielen Menschen, die er in seinem Geschäft willkommen hiess.

2024

Sita Stadelmann übernimmt

Nach dem Tod ihres Vaters übernimmt Sita Stadelmann die Leitung des Bazar Suisse und verkörpert die dritte Generation dieser Familiengeschichte.

Sie entwickelt das Geschäft im Einklang mit seiner Identität weiter und passt es zugleich an die Erwartungen einer neuen Kundengeneration an. Ihr Bruder Lucien Müller führt parallel das musikalische und touristische Erbe der Familie mit Freddie Tours und den Freddie Days fort.

Heute

Eine Institution in Montreux

Heute vereint Bazar Suisse Spielzeug, Geschenke, Schweizer Souvenirs und eine bedeutende Kollektion rund um Freddie Mercury und Queen unter einem Dach.

Mehr als ein Jahrhundert nach der Eröffnung des Bazar Anglais bleibt das Geschäft eine herzliche Familienadresse mit tiefer Verbundenheit zu Montreux.

Von Kurt zu Norbert und anschliessend von Norbert zu Sita und Lucien haben drei Generationen weit mehr als ein Geschäft lebendig gehalten: eine echte Institution in Montreux.

Montreux

Berühmte Gäste im Bazar Suisse

Im Laufe der Jahrzehnte hat das Geschäft Gäste aus aller Welt empfangen, darunter zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus Film und Musik.

Freddie Mercury

Ein beinahe unbemerkter Besuch?

In Mercury and Me erzählt Jim Hutton von Modelleisenbahn-Katalogen aus Montreux. Später schenkt Freddie ihm ein in London gekauftes Rhinegold-Modell für die Weihnachtsdekoration von Garden Lodge.

Der Bazar Suisse ist damals Montreux’ erste Adresse für Modelleisenbahnen. Die Kataloge stammten daher höchstwahrscheinlich aus dem Geschäft.

Norbert Müller konnte nie bestätigen, Freddie Mercury bedient zu haben. Vielleicht mischte sich der Sänger unerkannt unter die Kundschaft, vielleicht war Norbert zu beschäftigt, um ihn zu erkennen. Das Rätsel bleibt.

Brian May

Eine beständige Freundschaft

Bei seinen Aufenthalten in Montreux besucht Brian May Norbert Müller regelmässig im Bazar Suisse.

Ihre Freundschaft reicht weit über das Geschäft hinaus. Sie beruht auf der gemeinsamen Leidenschaft für Musik, der Geschichte Freddie Mercurys in Montreux und ihrem Engagement für den Mercury Phoenix Trust.

Nach Norberts Tod würdigt das Umfeld von Queen den treuen Freund und sein Geschäft – eine Schatzkammer, in der Spielzeug, Kuckucksuhren und Queen-Erinnerungsstücke seit Generationen nebeneinanderstehen.

Alice Cooper

«Alice Cooper oder Vincent Damon Furnier?»

Bei einem Besuch in Montreux betritt Alice Cooper den Bazar Suisse, um ein Schweizer Taschenmesser gravieren zu lassen. Er ist überzeugt, nicht erkannt worden zu sein.

Norbert fragt, ob er «Alice Cooper oder Vincent Damon Furnier» eingravieren soll. Überrascht über seinen Geburtsnamen lacht der Künstler und ruft seiner Frau zu: «Schatz, kannst du das glauben? Er hat mich erkannt!»

Sein Ruf zieht die Aufmerksamkeit der anderen Kunden auf sich, die bald mitlachen. Diese unvergessliche Begegnung verdankt sich dem Taschenmesser ebenso wie Norberts wunderbar trockenem Humor.

Roger Moore

Ein treuer Stammkunde

Roger Moore, weltweit bekannt als James Bond, gehört zu den treuen Stammkunden des Bazar Suisse.

Während seiner Aufenthalte in der Region besucht er das Geschäft regelmässig und nimmt sich Zeit, durch das Sortiment zu stöbern. Trotz seines internationalen Ruhms schätzt er die Schlichtheit und Diskretion von Montreux, wo sich Prominente ungestört unter die Menschen mischen können.

Im Bazar Suisse wird James Bond einfach wieder zu Roger Moore: einem vertrauten Kunden des Hauses, der wie alle anderen empfangen wird.

Michael Jackson

Ein aussergewöhnlicher Besuch

Im Januar 1997 nutzt Michael Jackson einen Aufenthalt in Montreux, um den Bazar Suisse zu entdecken.

Nachdem Norbert über die Ankunft eines besonders berühmten Gastes informiert wurde, schliesst er das Geschäft kurzzeitig für die Öffentlichkeit. Ein grosser schwarzer Wagen hält vor dem Eingang und Michael Jackson steigt aus.

Nach seinem Rundgang verlässt er das Geschäft mit zwei unerwarteten Einkäufen: einer Barbie-Puppe und einem Paar Handschellen. Diese Kombination macht den Besuch zu einer der ungewöhnlichsten Anekdoten der Geschäftsgeschichte.

James Mason

Eine filmreife Begegnung

Auch der britische Schauspieler James Mason, der in der Region lebte, gehörte zur Kundschaft des Bazar Anglais.

Eines Tages begegnet ihm ein junger Kunde im Geschäft, ohne zu wissen, wer er ist. Erst später erkennt er in Der unsichtbare Dritte den eindrucksvollen Besucher wieder, den er in Montreux gesehen hatte.

Zwischen zwei Regalen war so eine Persönlichkeit des Kinos in seinen Alltag getreten. Die späte Erkenntnis machte aus einer einfachen Begegnung im Geschäft eine filmreife Erinnerung.

Ein Gästebuch voller Erinnerungen

Brian May, Michael Jackson, Roger Moore, Alice Cooper, James Mason und viele weitere Persönlichkeiten sind im Laufe der Jahrzehnte durch die Türen des Bazar Anglais und des Bazar Suisse gegangen.

Das im Geschäft aufbewahrte Gästebuch vereint Unterschriften, Botschaften, Fotografien und Erinnerungen dieser berühmten Gäste. Es zeigt eine andere Seite der Geschichte von Montreux: eine Stadt, in der die grössten internationalen Stars ein Geschäft betreten, ein Geschenk oder ein Schweizer Taschenmesser auswählen und für einige Augenblicke wieder fast ganz gewöhnliche Kunden sein konnten.

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